Echtes

Jeder darf machen, was er will.

Statistiken

Selbstverstรคndlich auch „unseriรถse Angebote“ versenden.

Aber es ist trotzdem mรผhsam โ€“ weil diese Angebote regelmรครŸig bei Kunden fรผr Verwirrung und das diffuse Gefรผhl sorgen, „etwas zu versรคumen“.

„Web-Basic-Paket“ oder „On- und Offpage-Optimierung“ heiรŸt das in freundlichen Anschreiben von „echten Web-Profis“. Dort wird dann vom „optimierten Contentmanagement“ schwadroniert und das Blaue vom Online-Himmel versprochen: zum Beispiel „Suchmaschinenfreundlichkeit“ oder „Ranking-Optimierung“. Ein beliebtes Angebot, um den verunsicherten Leser anzukirren. Denn schlieรŸlich weiรŸ inzwischen ja jedes Kind, in den Suchmaschinen muss man in jedem Fall ganz oben stehen, damit das Geschรคft noch besser ins Laufen kommt.

Lassen wir an dieser Stelle mal die Frage auรŸen vor, in welchem Umfang eine Unternehmung auf ihrer Website Traffic generieren muss. Ein anderer Aspekt verdient allerdings eine grundsรคtzliche Betrachtung: Kein Dienstleister dieser Welt kann sicherstellen, „gut“ oder „optimal“, das heiรŸt im Rahmen einer Google-Suche „oben“, gelistet zu werden. Und das in einem globalen Wettbewerbsumfeld mit vielen tausend Anbietern รคhnlicher (Dienst-)Leistungen wie sie Unternehmen gewรถhnlicherweise anbieten. Kรถnnte er das, wรผrde er nicht mittelstรคndische (und kleine) Unternehmen anschreiben, um mรผhevollen Service zu verkaufen. Die Hรคngematte auf Curaรงao wรคre wohl komfortabler. Aber es gibt auch ein mathematisches Problem: Wenn alle oben stehen mรถchten, muss eine Priorisierung vorgenommen werden. Das ist nur mรถglich รผber den Suchfilter. Unstrittig โ€“ je differenzierter dieser ist, desto besser wird die gesuchte Leistung, das gesuchte Produkt oder das gesuchte Unternehmen „getroffen“, sprich gefunden. Aber umgekehrt suchen die ยซUserยป eben nicht mit einem hoch differenzierten Filter, sondern in der Regel mit unspezifischen Begriffen – z.B. „Formenbau“ oder „Pumpenherstellung“ oder „Kรผche“. Was wieder zurรผckfรผhrt zur Ausgangsposition. Denn mit solchen Begriffen sind plรถtzlich wieder viele Tausend im Rennen.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Algorithmen von Google nicht รถffentlich sind. Vielleicht sind Clickzahlen relevant, vielleicht die Hรคufigkeit der Anfragen, vielleicht auch die Vertragspartnerschaft mit Google, keiner weiรŸ es wirklich genau. Sagen wir es also so โ€“ Angebote, die eine prominente Listung versprechen, sind eher nicht seriรถs.

Seriositรคt ist an dieser Stelle ein gutes Stichwort: „SEA-Betreuung“ ist ein weiteres beliebtes Zauberwort der Branche. Das allerdings die Angesprochenen und Angeschriebenen in der Regel nicht verstehen. „SEA“ (oder „SEM“) steht fรผr „Search Engine Advertising/Marketing“ und meint Suchmaschinenmarketing. Wie? Ja, eigentlich ist es ja dasselbe, was gerade schon oben beschrieben wurde. Aber halt doch nicht ganz. Denn hier gehtโ€™s unter anderem um die Steuerung von Werbekampagnen bei Google, Facebook, Bing & Co. In der Regel sind die „Optimierungs-Spezialisten“ Google-, Bing- oder Facebook-Partner und beziehen im Zweifelsfall Provisionen. Naheliegend oder, dass diese Experten immer Werbekampagnen mit den entsprechenden Anbietern empfehlen?

Eine hรคssliche Kehrseite des ganzen Procederes ist, dass wir heute sowohl als Bรผrger und als Unternehmer den Praktiken des Quasi-Monopolisten Google ausgesetzt sind. Kunden und User kรถnnen nicht mehr wirklich beurteilen, ob das ihnen angezeigte Suchergebnis dem entspricht, was auf anderen Rechnern angezeigt wird. Weil Google โ€“ so heiรŸt es zumindest (was Genaues weiรŸ man nicht und wirdโ€™s auch nie erfahren, weil wir es eben mit einem Monopolisten zu tun haben) โ€“ die Suchmaschinen auf die IP-Adresse jeden Rechners und damit auf das individuelle Suchprofil abstimmt. Google nennt das „intelligente Suchmaschine“. Was wir konkret meinen? Dass mutmaรŸlich Ihre Ergebnisliste bei der Google-Suche ganz anders aussieht als unsere, wenn Sie โ€“ sagen wir mal โ€“ „Marzipan-Praline“ eingeben. Weil wir Marzipan zum Fressen gern haben und รถfters danach recherchieren.

Was fรผr Schlรผsse sind daraus zu ziehen? Wir wagen die These: Weder der Weg, seine Kundschaft zu finden ist einfacher im Netz, noch sind die Mittel weniger kostspielig. Die Anforderungen im Web erfolgreich zu werben, sind im Prinzip anspruchsvoller, und die Kosten, im Netz erfolgreich zielgruppengerecht zu kommunizieren, sind tendenziell hรถher.

Tatsache ist auรŸerdem, dass die Webprรคsens fรผr viele Unternehmen โ€“ dazu sind in der Regel alle KMUโ€™s aus dem so genannten Investitionsgรผterbereich zu zรคhlen, aber auch spezialisierte Dienstleister z.B. der Beratungsbranche, Ingenieurbรผros, Architekten ebenso wie Handwerker oder lokale Einzelhรคndler โ€“ nicht mehr ist als eine ausfรผhrliche elektronische Visitenkarte. Aber auch nicht weniger. Denn fรผr den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. SchlieรŸlich folgt der Kommunikationsprozess oft folgendem Muster: Man wird empfohlen, der Suchende schaut sich die Homepage an und entscheidet sich im gรผnstigsten Fall fรผr eine Kontaktaufnahme. Ob sie bei einer anonymen, zufรคlligen Suche gefunden werden, ist weniger relevant.

Ein Spezialfall ist aus unserer Sicht das Stellenmarketing. Weil genau in diesem Bereich das Netz „alte Kommunikationskanรคle“ komplett abgelรถst hat. Dabei hat Google zentrale Bedeutung, weil die Suchmaschine fรผr Suchende vor allen einschlรคgigen Portalen wie Monster oder Stepstone wohl Anlaufstelle Nummer 1 ist. Nicht zuletzt optimiert der Internet-Monopolist zurzeit seine Suchmaschine fรผr die unterschiedlichsten Teilbereiche โ€“ so auch im Bereich Stellenmarketing. „Google for Jobs“ wird es anderen Anbietern schwer machen โ€“ weil Google eben macht, was Google am besten kann: seine eigenen Suchmaschinen optimieren und um nรผtzliche Funktionen erweitern.

In jedem Fall anders zu beurteilen sind Unternehmen, die erstens Konsumgรผter anbieten und mit dem Endkunden kommunizieren und zweitens das Netz als wichtigen Vertriebsweg nutzen. Auch sie sollten sich allerdings vor den Scharlatanen der Webwelt hรผten, deren Rezepte vor allem den digitalen Quacksalbern selbst nutzen.

Sie sehen โ€“ das Thema ist vielschichtig. ECHT gerne beraten wir Sie ausfรผhrlich und diskutieren ebenso gerne Ihre Chancen, im Web erfolgreich prรคsent zu sein und Ihre Werbemรถglichkeiten optimal zu nutzen.

Schreibe einen Kommentar