Echt nervig โ eine Abmahnwelle stresst unsere Kunden.
Tausende groรe und kleine Unternehmen wie auch unsere Kundschaft erhalten zurzeit Abmahnungen wegen der Einbindung der Schriftarten von Google โ vermeintlich aus Datenschutzgrรผnden. Unser Rat โ reagieren Sie erstmal nicht auf die geforderte Zahlung von 170,- Euro. Denn die Rechtslage ist unklar und die ersten Gegenklagen laufen schon. Darauf weist auch der Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel (BEVH) hin. Er rรคt, die Abmahnungen zu ignorieren, solange sie kein Auskunftsverlangen enthalten.
Die maschinell erstellten Serienschreiben beziehen sich auf ein kรผrzlich erlassenes Urteil: Im Januar hat das Landgericht Mรผnchen entschieden, dass beim Abruf der Schriften unerlaubt personenbezogene Daten an Google in den USA weitergeleitet werden wรผrden, konkret die IP-Adresse. Das wรคre ein Verstoร gegen die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Entscheidend: Die Richter sprachen der Klรคgerin Schadenersatz wegen deren โUnbehagenโ zu. Ein weit gefasster โSchadenโ, der vielfรคltige Mรถglichkeiten von Ansprรผchen erรถffnet.
Laut Recherchen der FAZ haben im Sommer mรถglicherweise kleine IT-Unternehmer mehrere Datenschutzrechtsanwรคlte kontaktiert, ob sie fรผr ein โLegal Techโ im groรen Stil Abmahnungen wegen Google Fonts verfassen wollten. โLegal Techsโ sind Unternehmen, die sich mit der Automatisierung von juristischen Tรคtigkeiten befassen.
Die aktuelle Entscheidung ist umstritten. Zum Beispiel ist nicht klar, ob eine IP-Adresse in diesem Kontext tatsรคchlich ein personenbezogenes Datum darstellt. Zur Zeit laufen die ersten Gegenklagen. Die Erfolgsaussichten sind nicht schlecht. Weil unter anderem einige Screenshots auf die Sekunde genau zum gleichen Zeitpunkt entstanden sind, sehen Fachanwรคlte โein automatisiertes Abmahnverhaltenโ. Das heisst, es hat mutmasslich keine natรผrliche Person auf den Websites gesurft. Sondern vielmehr wurden die Seiten massenhaft aufgerufen, um einen Schadenersatz zu provozieren. Jurist sprechen in so einem Fall von Rechtsmissbrauch.
Das Problem lรคsst sich auรerdem technisch umgehen.
Google Fonts kรถnnen auf dem Server der eigenen Website integriert werden. Dadurch mรผssen die Nutzer die Schriftarten beim Aufrufen nicht mehr von einem Google-Server laden, wodurch die potenzielle รbermittlung der IP-Adresse in die USA oder Irland in jedem Fall entfรคllt.
Eine andere Mรถglichkeit ist: die Google Fonts weiterhin Ressourcensparend รผber die Server von Google zu beziehen, diese aber erst dann zu nutzen, wenn der Webbesucher dieser Nutzung auch zugestimmt hat. Diese Alternative ist nur fรผr unsere CMS-Kundenprojekte welche mit WordPress laufen gangbar โ wir nutzen hier seit dem Frรผhjahr auch den DSGVO konformen โBORLABS Cookie Opt-inโ als Plugin somit kรถnnen wir mit einem weiteren Zusatztool von BORLABS ganz bequem das Problem umgehen.
Daran arbeiten wir gegenwรคrtig auf den von uns betreuten Sites oder wir verzichten ggf. komplett auf die Verwendung von Google Fonts.
Um es mit den Worten von Google zu sagen:
โSo funktioniert das Internetโ!Eines erlauben wir uns, zum Schluss noch zu bemerken: IP-Adressen zu erfassen, auszutauschen, ggf. zu speichern oder personenbezogene Daten zu verarbeiten ist per se nichts Bรถses!
Sie haben Die Wahl โ wie im wahren Leben auch โ ob Sie โAlles akzeptierenโ, Ihre โAuswahl anpassenโ oder gar alles โAblehnenโ wollen โ so ist eben das Internet mit allen seinen Vorzรผgen und ganz bestimmt auch Nachteilen!
Falls Sie dazu Rรผckfragen haben
โ wir freuen uns jederzeit auf das Gesprรคch mit Ihnen.